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Gütesiegel Buchkindergarten: 208 Kindergärten für herausragende Leseförderung ausgezeichnet

09.10.2019 Kommentare (1)

Gütesiegel für Leseförderung von klein auf / 208 Gütesiegelträger ausgewählt, 820 Bewerbungen / Gütesiegel-Verleihung auf der Frankfurter Buchmesse 2019 mit Paul Maar und Kirsten Boie

Mehrsprachige Vorlesewoche, Wörterwerkstatt, Kinder-Medien-AG oder Bilderbuchnachmittag in der Bibliothek: Für ihren herausragenden Einsatz in der frühkindlichen Leseförderung erhalten 208 Kindergärten das Gütesiegel Buchkindergarten. 820 Kindergärten aus ganz Deutschland haben sich für das Gütesiegel beworben. Alle ausgezeichneten Einrichtungen sind unter www.guetesiegel-buchkindergarten.de/Ausgezeichnet abrufbar.

Mit dem Gütesiegel Buchkindergarten zeichnen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) Kindergärten aus, in denen frühe kindliche Erfahrungen rund ums Erzählen, Reimen und Lesen ein Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts sind. Buchkindergärten legen Wert auf regelmäßiges Vorlesen, einen vielseitigen Umgang mit Büchern, kreative Projekte, eine altersgerechte Medienbildung und bringen Kinder mit Leseorten wie Buchhandlungen oder Bibliotheken in Kontakt. Das Gütesiegel ist für drei Jahre gültig.  

„Wir freuen uns über die hohe Zahl an Bewerbungen und sind begeistert vom Engagement, der Kreativität und Leidenschaft, mit der die ausgezeichneten Buchkindergärten bei den Jüngsten das Interesse für Geschichten, Wörter und Bücher fördern. Gemeinsam mit Buchhandlungen und Bibliotheken übernehmen die Erzieherinnen und Erzieher eine Schlüsselrolle im Leben der Kinder und vermitteln Kompetenzen, die grundlegend für das erfolgreiche Lesen- und Schreibenlernen sind und Bildungsbiografien maßgeblich mitbestimmen“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins.

„Das Lesenlernen beginnt nicht erst mit der Einschulung. Entscheidend für die Ausprägung von Sprach- und Lesekompetenz sind die ersten Lebensjahre. Kindergärten kommt daher neben den Familien eine zentrale Rolle zu in der für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und die eigene Persönlichkeitsentwicklung so entscheidende „early literacy“-Erziehung. In dieser Aufgabe müssen wir die Kindergärten stärken und sichtbar machen. Dies wollen wir mit dem bundesweiten Gütesiegel erreichen“, so Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes. 

Über die Vergabe des Gütesiegels Buchkindergarten entschied eine Fachjury. Die Jurymitglieder sind: Jutta Bummel (Buchhandlung Eulenspiegel, Hochheim), Meike Betzold (Stadt- und Schulbibliothek, Kelsterbach), Antje Ehmann (Fachjournalistin und Autorin), 
Heike Holland (Fachberaterin für Kitas, Erzieherin) und Stephanie Jentgens (Universität Halle-Wittenberg).

Der Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar ist Schirmherr des Gütesiegels Buchkindergarten. Förderer sind die Verlagsgruppe BELTZ, die Buchhandlung Eulenspiegel (Hochheim am Main), der Moritz Verlag, die Verlagsgruppe Oetinger, die Taunus Sparkasse und Thienemann-Esslinger. Weiterer Partner ist die Frankfurter Buchmesse. Die Interessengruppe Leseförderung des Börsenvereins initiierte das Gütesiegel.

Gütesiegel-Verleihung auf der Frankfurter Buchmesse

Die Auszeichnung der Kindergärten findet am Freitag, 18. Oktober 2019, 15 bis 16 Uhr, auf der Frankfurt Kids Stage der Frankfurter Buchmesse, Halle 3.0, statt. Mitwirkende sind unter anderem Schirmherr des Gütesiegels Paul Maar, Kinderbuchautorin Kirsten Boie und die Illustratorin Joëlle Tourlonias.

Für die Gütesiegelträger gibt es am Vormittag der Preisverleihung ein Rahmenprogramm. Alle ausgezeichneten Einrichtungen erhalten eine Plakette sowie Eintrittskarten für die Frankfurter Buchmesse. 

Weitere Informationen sind unter www.guetesiegel-buchkindergarten.de abrufbar.

Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

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Kommentare (1)

Lu Potemka 11 Februar 2021, 15:29

Leider gibt es unter dem Buchsiegel Buchkindergarten auch schwarze Schafe. Im Buchkindergarten in Leipzig etwa werden Kinder, die Probleme haben in die Sprache zu kommen, spontan gekündigt und aktiv ausgegrenzt. Mein Sohn war Opfer dieser aktiven Benachteiligung von Bildungschancen. Insofern steckt hinter dem Siegel nicht immer das, was vermutlich ursprünglich gemeint war, sondern subsummiert auch Kindergärten, die Kinder diskriminieren.

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