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Schutz in Kitas braucht mehr als nur Appelle

08.01.2021 Kommentare (0)

Anlässlich der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und der Kanzlerin am 5. Januar fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Verantwortlichen auf, endlich konkrete Regelungen für die Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege zu erlassen.

Da bislang in den meisten Bundesländern nur der Appell an die Eltern gegangen ist, ihre Kinder nicht in die Kitas zu schicken und den Eltern dadurch keine Lohnersatzleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz zustehen, werden jetzt nach den Feiertagen in den Kitas wieder volle Gruppen erwartet.

„Die Politik überlässt es den Eltern und Kitaleitungen zu entscheiden, wer die Einrichtungen besuchen darf. Dies führt vermehrt zu Konflikten in den Einrichtungen und wird nicht helfen, das Corona-Ausbruchsgeschehen in den Kitas zu verhindern“, erklärt hierzu die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Sie sehe mit Sorge die steigenden Inzidenzen bei den jüngeren Kindern und die Zunahme der Erkrankungen bei den Beschäftigten. ver.di fordere daher bundesweite verlässliche und transparente Regelungen. „Wichtig ist es, die Regelungen so aufzustellen, dass jeweils auf das Pandemiegeschehen vor Ort schnell und unbürokratisch reagiert werden kann“, so Behle.

Gemeinsamer Plan für den Pandemiewinter

Die Freie Hansestadt Bremen hat einen Reaktionsstufenplan vorgelegt, der von ver.di als positiv bewertet wird. Dieser berücksichtigt sowohl das Pandemiegeschehen im Bundesland als auch die Corona-Ausbrüche in den Einrichtungen. Je nach Geschehen wird die Arbeit in der Kita angepasst. Die letzte Maßnahme ist die Notbetreuung der Kinder durch bestimmte festgelegte Personengruppen.

„Solch ein verbindlicher und gut abgestimmter Plan ist in allen Bundesländern notwendig“, so Behle weiter. „Nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, kommen wir gut durch diesen Pandemiewinter. Daher sollten Eckpunkte, wie die Lohnersatzleistungen und zusätzliche Urlaubstage für die Eltern und die freiwillige Impfpriorität für die Beschäftigten verbindlich bundesweit festgelegt werden und die Details in den Ländern an runden Tischen mit allen Akteurinnen und Akteuren besprochen werden.“

Quelle: ver.di vom 04.01.2021

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