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Sozialassistenten: Mehr Qualität in Niedersachsens Krippen

12.03.2015 Kommentare (11)

Niedersachsen beteiligt sich mit 1 Million Euro an der Ausbildung von Assistenzkräften zu Sozialassistentinnen und Sozialassistenten

Mit bis zu 1 Million Euro unterstützt das Land Niedersachsen Kräfte in Kindertageseinrichtungen bei der berufsbegleitenden Ausbildung zur Sozialassistentin oder zum Sozialassistenten mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik.

Kräften in Kindertagesstätten, die bisher die Qualifikationsanforderungen als Fachkräfte nach dem niedersächsischen Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder nicht erfüllen, aber die Zugangsvoraussetzungen für den Quereinstieg mitbringen, soll mit der Maßnahme eine berufliche Perspektive in der frühkindlichen Bildung gegeben werden.

Hintergrund ist die Finanzierung der "dritten Kraft" in Krippengruppen: Seit dem 01. Januar 2015 gewährt das Land für eine regelmäßig in einer Krippengruppe tätige dritte Kraft Finanzhilfe zu den Personalkosten. Durch die Gewährung der Finanzhilfe wird der Personalschlüssel in Krippengruppen verbessert und die Qualifikation von dritten Kräften auf dem Niveau von staatlich geprüften Sozialassistentinnen und Sozialassistenten mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik gesichert. Damit leistet das Land einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Qualität im frühkindlichen Bereich. Um bestehende Arbeitsverhältnisse von dritten Kräften nicht zu gefährden, wurde ein Bestandsschutz zur verbindlichen Einführung der dritten Kraft ab dem 1. August 2020 zugesichert.

"Dieses Personal kann sich jetzt weiterqualifizieren und dabei unterstützen wir gerne", betont die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. "Das ist eine große persönliche Chance für die Beschäftigten und eine qualitätsfördernde Maßnahme für die Einrichtungen. Damit gehen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg zur bestmöglichen frühkindlichen Bildung und Betreuung unserer Kleinsten in Niedersachsen."

Die tätigkeitsbegleitende Ausbildung mit dem Einstieg in die Klasse 2 zur Sozialassistenz dauert 18 Monate und soll zum 03.September 2015 und zum 01. Februar 2016 beginnen und insgesamt bis zu 220 Ausbildungsplätze in Teilzeit ermöglichen. Teilnehmerinnen oder Teilnehmer erhalten einen monatlichen Ausbildungszuschuss in Höhe von 150 Euro und die Erstattung des Schulgeldes, soweit dies an einer staatlich anerkannten Schule in freier Trägerschaft erhoben wird.

Die zur Verfügung stehenden Mittel für diese Qualifikationsmaßnahme in Höhe von 1 Million Euro in dem laufenden Haushaltsjahr sind dem Kultusministerium auf Initiative der Regierungsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen vom Gesetzgeber zur Verfügung gestellt worden.

Ansprechpartner: Niedersächsisches Kultusministerium

Quelle: bildungsklick.de

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Kommentare (11)

Nicole 20 Juni 2020, 21:31

Es ist eine Frechheit ,dass man Kinderpflegern den Status aberkennt!

Das ist eine bodenlose Frechheit !

Hilde von Balluseck 16 Dezember 2015, 17:40

Sie sollten sich beim zuständigen Ministerium erkundigen.

Yanet Heikens 15 Dezember 2015, 18:09

Hallo zusammen



ich habe meine Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin im Jahr 2007 erfolgreich abgeschlossen und arbeite in einer Kinderkrippe, nun soll ich nochmal eine Ausbildung, zumindestens das 2 Jahr als Sozialassitentin, ableisten, muss das so sein oder kann ich meinen Titel umschreiben lassen?



Gruss

Hilde von Balluseck 13 August 2015, 16:07

Hallo Charlotte,



in mehreren Bundesländern werden Kinderpflegerinnen nicht mehr als "pädagogische Fachkraft" bezeichnet. Bitte erkundigen Sie sich beim zuständigen Ministerium, wie die Situation in Niedersachsen ist.



Freundliche Grüße

Hilde von Balluseck

Charlotte 10 August 2015, 18:26

Hallo Frau Balluseck



Ich bin staatlich geprüfte und anerkannte Kinderpflegerin in Niedersachsen und arbeite in einer OGS als Betreuerin. Bin ich eine "pädagogische Fachkraft " ?

Werden die jetzt neu weitergebildeten Sozialassistenten in Niedersachsen als pädagogische Fachkräfte bezeichnet? Oder gibt es diesen Begriff nur für Erzieherinnen

Hilde von Balluseck 19 Juni 2015, 17:48

Hallo Frau Baldi,



die erste Fragen kann die Schule beantworten, bei der Ihre Freundin die Ausbkldung macht. Die zweite Frage beantwortet der Träger, bei dem Ihre Freundin das Praktikum macht.



Mit freundlichen Grüßen

Hilde von Balluseck

Frau Baldi 18 Juni 2015, 12:49

Hallo,

ich habe eine Freundin ,die seit einem halben Jahr in der Krippe arbeitet und ungelernt ist(keine Ausbildung in der Richtung).

Sie fängt dieses Jahr eine 1-Jährige Ausbildung zur Sozialassistentin an. Meine Fragen sind :

dürfte Sie das Praktikum ( 600 std) in der Krippe absolvieren oder nur im Kindergarten?



und



dürfte Sie in dieser Zeit als dritte Kraft in der Krippe beschäftigt werden, da sie ja noch ungelernt ist bzw. sich dann grad in der Ausbildung befindet





Vielen Dank für Ihre Antwot

mfg

Hilde von Balluseck 26 März 2015, 12:35

Hallo Frau Midddendorf,



bitte erkundigen Sie sich beim Träger Ihrer Einrichtung, ob es für ältere Fachkräfte Sonderregelungen gibt. Sie könnten natürlich auch beim zuständigen Ministerium nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen

Hilde von Balluseck

Christiane Middendorf 25 März 2015, 14:11

Hallo, ich bin Kinderpflegerin und arbeite seit 35 Jahren als Zweitkraft im Kindergarten. Muss ich mich auch bis 2020 zur Sozialassistentin ausbilden lassen?

Hilde von Balluseck 23 März 2015, 17:25

Hallo Frau Lindeann-Klumpe,



diese Frage müssten Sie an die Schulen für SozialassistentInnen richten, die in Ihrem Umfeld liegen.



Freundliche Grüße

Hilde von Balluseck

Helga Lindeann-Klumpe 23 März 2015, 16:54

Hallo,

ich bin seid 2009 als Tagesmutter in der Krippe bei uns im Ort tätig (Esterwegen) und laut derneuen Regelung ist es ja so das bis 2020 die Ausbildung zur Sozialassistentin erfordellich ist! Meine Frage wäre nun, ob einem die Möglichkeit gewährt wird diese Ausbildung Nebenberuflich zu machen an der Abendschule o.ä.? Da ich schliesslich Breufstätig bin und meine Job nicht aufgebeben möchte.

M.f.G

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