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Studie des DJI und RKI liefert wichtige Erkenntnisse zur Situation von Kitas in Corona-Zeiten

Deutsches Jugendinstitut

01.10.2020 | Fachbeitrag, Forschung Kommentare (0)

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) und das Robert Koch-Institut (RKI) erforschen in einer gemeinsamen bundesweiten Studie, welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf den Alltag in der Kindertagesbetreuung hat und welche Rolle sie in der Verbreitung des Virus spielen. Kitas und Kindertagespflegestellen sind aufgerufen, sich am KiTa-Register zu beteiligen.

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus im Frühjahr hat die Kinderbetreuungseinrichtungen in ganz Deutschland vor große Herausforderungen gestellt. Für einige Wochen mussten sie auf Notbetreuung umstellen und auch nach der Wiederaufnahme des Regelbetriebs gibt es vieles, das sich im Alltag der Einrichtungen verändert hat.

In einer bundesweiten interdisziplinären Studie erforschen das Deutsche Jungendinstitut (DJI) und das Robert Koch-Institut (RKI) seit dem Frühling gemeinsam, welchen Herausforderungen sich die Einrichtungen aktuell stellen müssen, wie sie damit umgehen und welchen Einfluss das Virus auf den Alltag der Einrichtungen in Deutschland hat sowie ob und wie die Kindertagesbetreuung zum Infektionsgeschehen beiträgt. Die Studie ist in mehrere Module unterteilt und betrachtet die Situation sowohl aus sozialwissenschaftlicher als auch medizinisch-epidemiologischer Perspektive. 

Das Fachwissen aus den Einrichtungen gefragt

Damit die Studie ein wirklich umfassendes Bild über die aktuelle Lage abgeben kann, sind das DJI und das RKI auf die Teilnahme der Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen in Deutschland angewiesen. Sie werden gebeten, sich im KiTa-Register anzumelden: „Wir setzen auf das Fachwissen und die Erfahrungen der Kindertageseinrichtungen und der Tagespflege. Nur mit Ihrer Hilfe können wir sichtbar machen, vor welchen Herausforderungen die Kindertagesbetreuung zurzeit steht, und klären, wie wir in Krisen künftig handlungsfähig bleiben“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts. 

Alle Kitas können mitmachen 

Kitas und Kindertagespflegestellen können sich jederzeit auf www.corona-kita-studie.de anmelden. Zum Start bekommen sie zunächst einen etwas umfangreicheren Fragebogen und anschließend wöchentlich die Bitte um ein kurzes Update. Die wöchentliche Teilnahme wird jeweils nur wenige Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Die Fragen lauten zum Beispiel: „Wie viele Kinder wurden in der aktuellen Woche in Ihrer Einrichtung betreut?“, „Welche organisatorischen Maßnahmen wurden in der aktuellen Woche aufgrund der Corona-Pandemie unternommen?“ oder „Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in der aktuellen Woche für die pädagogische Arbeit mit Kindern vor Ort?“ Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. Alle Angaben werden vertraulich und unter Beachtung des Datenschutzes behandelt. 

Seit dem Start am 11. August haben sich bereits rund 12.000 Kitas und Kindertagespflegestellen aus ganz Deutschland in das Register eingetragen, davon haben gut 7.000 Kitas an der Erstbefragung teilgenommen. Die wöchentlichen Befragungen laufen seit Anfang September und die ersten Ergebnisse sind bereits auf www.corona-kita-studie.de veröffentlicht.

Bildnachweis: DJI

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